Alle Artikel von Irka.Schmuck

Frieden – Freude – Lebensglück – die Eltern-Karma-Ablösung

Über die Eltern-Karma-Ablösung in die eigene Freiheit

Als ich im heutigen Interview mit der Heilerin und spirituellen Lehrerin Crosis über ihren Weg und ihre Arbeit spreche, werde ich hellhörig, als sie mir erzählt, was häufig der erste Meilenstein ihrer Klienten auf ihrem Heilungsweg ist.

„Menschen, die zu mir kommen, sind sehr oft in ähnlichen Verstrickungen gefangen, in denen ich früher war. Feste Familienstrukturen. Alte Prägungen, die keinen Raum lassen, sich selbst zu spüren, geschweige denn das eigene Licht und Liebespotential wahrzunehmen. Strukturen, die zu eng sind, um den eigenen Weg frei gehen zu können.“

Sie erzählt weiter:

„Wenn ich solche Strukturen bei Menschen wahrnehme, dann ist der erste Schritt, diese zu transformieren. Die Menschen aus den alten Mustern und Bindungen zu befreien, denn:

Unsere Seele kann sich erst dann entfalten, wenn alte Strukturen, die nicht zum eigenen Wesen gehören, losgelassen werden konnten.

Die Eltern-Karma-Ablösung ist hier ein entscheidender Heilungsschritt auf dem Weg zu sich selbst und auf dem Weg in ein glückliches Leben.“

Die Eltern-Karma-Ablösung als Wendepunkt auf dem eigenen Heilungsweg

HeilerbildIhre Klienten sind nach der Behandlung regelmäßig erstaunt, sprachlos und erlebten die Ergebnisse der Eltern-Karma-Ablösung als Wendepunkt in ihrem Leben.

„Genauso ging es auch mir selbst, als ich 2005 innerhalb meiner ersten Heilerausbildung die Eltern-Karma-Ablösung kennenlernte. Ich erkannte, wie ich durch meine Eltern und auch Pflegeeltern geprägt war im Erleben meiner Weiblichkeit, in der Gestaltung meines Lebens, in meinen Verhaltensmustern… Ich hatte so vieles übernommen, was mir und meinem Wesen in der Tiefe überhaupt nicht entspricht.

Durch die Eltern-Karma-Ablösung hat sich, um ein konkretes Beispiel zu nennen, die Beziehung zu meiner Pflegemutter komplett verändert. Sie war immer ein rotes Tuch für mich gewesen, hat ständig rote Knöpfe bei mir gedrückt. Jede Begegnung berührte mich extrem und hat mich aus meiner Mitte gebracht. Ich konnte mich einfach nicht abgrenzen.

Nach der Eltern-Karma-Ablösung war die Resonanzfläche plötzlich weg. Ich konnte meinen Raum besser halten. Mich selbst spüren. Und ich verlor nicht mehr den Boden unter den Füßen, sondern konnte in Frieden mit mir sein. Das war eine unglaubliche Befreiung und Entspannung. Und hat mir letztendlich den Raum geöffnet für mein eigenes Erwachsen-Werden.“

Die Eltern als prägende Personen für individuelle Beziehungen

Senior couple relaxing at outdoors. Portrait of happy elderly woman and friendly old man sitting at park and relaxing.

Ich verstand nach und nach, dass unsere Eltern die Personen sind, die uns am nächsten stehen und am tiefsten prägen. Die Beziehung zu den Eltern bildet den Grundstein, um die Beziehung zu sich selbst zu finden.

Wir lernen viel, übernehmen eben allerdings oft auch Erbinformationen und Strukturen, die uns in unserer eigenen Entwicklung ab einem bestimmten Zeitpunkt eher bremsen als fördern.

Innerhalb der Eltern-Karma-Ablösung werden die hindernden Informationen und Strukturen erkannt, gekennzeichnet und aus der Einheit des Körper-Geist-Seele-System´s  herausgelöst.

Anschließend füllt der Klient die frei gewordenen, neuen Räume mit seinen eigenen Lichtinformationen aus dem Herzen an.

Wie für sie selbst ist die Eltern-Karma-Ablösung für viele Menschen, die zu ihr finden, ein Schlüsselerlebnis, denn die Transformation der alten Strukturen öffnet den Raum für Heilung und um sich selber zu finden.

Begegnung mit sich und dem eigenen Licht wird möglich

Die Eltern-Karma-Ablösung macht es möglich, die Urbeziehung zu sich selber in der Tiefe zu heilen. Überlagerungen fallen weg.

Wenn der Raum frei von Prägungen und Mustern der Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen ist, kann man in seinem eigenen Raum und Licht erwachsen und erwachen. Und das hat nichts damit zu tun, den anderen nicht mehr zu lieben – im Gegenteil: oft erwacht durch die Eltern-Karma-Ablösung eine neue Liebe, ein neues Miteinander dort, wo die Liebe aufgrund von Überlagerungen nicht frei fließen konnte.

Auf die Frage, was sie in der Arbeit mit ihren Klienten am meisten berührt, antwortet Crosis:

„Wenn ich spüre, dass sie ihre eigene Liebe wieder spüren. Wenn die Liebe wieder frei fließt und sie beginnen, ihre eigenen Qualitäten wieder voller Freude zu leben, das ist für mich und den anderen das größte Geschenk. Den eigenen Raum zu klären, damit das Gefühl der Liebe darin wieder Platz findet, ist dafür der erste Schritt.“

Crosis Heilerin„Als spirituelle Lehrerin und Heilerin ist es mein Herzensanliegen, Menschen zu helfen ihre karmischen Verstrickungen und deren Auswirkungen aufzulösen, sie zu transformieren und in Heilung zu führen. Ich begleite sie, sich selbst zu erkennen, ihre Liebe (wieder) zu spüren und ihren Weg zu finden, um ein erfolgreiches, glückliches Leben zu führen.“


12011250_10204383484858269_5866386251210094097_n

 

Vielen Dank für das Interview und deinen hingebungsvollen Dienst als Heilerin!

Irka Schmuck
www.schreib.tips


Mehr Infos:
www.crosis-cruma.com
Mehr Infos zur Eltern-Karma-Ablösung:
www.insha.net/eltern-karma-abloesung/

Heilung ist möglich. Immer.

Padmaya_eyesAls ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal mit Padmaya, einer Heilpriesterin aus der Schweiz (Padmaya – Zentrum für Heilung), spreche, berührt mich ihre Geschichte und die Kraft, die sich aus ihrem Weg entfaltet hat, sehr. Gerne teile ich in diesem Beitrag einen kleinen Einblick in unser Interview.

Padmaya auf die Frage, wie sie auf den spirituellen Weg gefunden hat:

„Als ich vor vielen Jahren begann, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und mich auf die Suche nach Antworten und im Grunde genommen auf die Suche nach mir selbst machte, war es vor allem eine Frage, die mir auf dem Herzen brannte:

„Wieso steuern mich meine Emotionen so sehr?“

Ich hatte ein extrem starkes Gefühl für Ungerechtigkeiten. Und ich fand mich immer wieder in übertrieben extremen Reaktionsmustern wieder. Ich merkte für mich, dass mich meine Emotionen dazu brachten, nicht mehr ich selbst zu sein.

Ich wollte verstehen: „Warum bringen wir uns in Situationen, die uns selbst nicht guttun?“

Ich wollte mich selbst verstehen. Und auch andere.“

Neben der Ausbildung zur psychologischen Beraterin fand sie auch einen leichten Zugang zur Unterstützung aus der geistigen Welt.

Sie erzählte weiter:

„Eigentlich war diese Ebene und der Kontakt dazu schon immer da gewesen, doch mit der Zeit wurde es mir immer bewusster. So machte ich Wahrnehmungsschulungen und Weiterbildungen, beriet und unterstützte sehr bald Menschen auf ihrem eigenen Weg zu sich selbst.

Und wie so viele andere auch, gab ich dem Außen immer mehr Platz als mir selbst. Bis ich vor 3 Jahren einen Schlaganfall hatte.

Von einer Sekunde auf die andere konnte nicht mehr sprechen. Und auch nicht mehr schreiben.

Ich hätte Angst bekommen sollen, wie alle Menschen um mich herum. Doch ich spürte keine Angst, sondern bemerkte etwas ganz anderes als erwartet: Irgendwie war ich in mir in einem sehr klaren und sicheren Raum. Die Ärzte waren panisch. Meine Familie auch. Ich war mir sicher.

Und irgendwann zog ich mich dann in die Meditation zurück.“

I: Du hattest also schon Erfahrung mit Meditation?

P: „Ja, ich hatte damals schon einige Jahre Meditationserfahrung, wobei mir dieses Erlebnis verdeutlicht hat, dass auch beim Meditieren mein Fokus bislang zu wenig in mir selbst gelegen hatte. Heute steht für mich bei Meditation immer im Vordergrund das Eintauchen in mich selbst zu zelebrieren. D.h. ich nehme mir täglich ca. 10 – 15 Minuten, in denen ich mir wirklich bewusst Raum für mich nehme und in mein Inneres eintauche. Damals bekam ich nämlich in meiner Stille die klare Botschaft, dass ich die Kommunikation mit mir selbst und in mir drin noch mehr aufnehmen sollte, sonst würde ich nicht mehr sprechen.“

I: „Es war also ein „inneres Thema“, das den Schlaganfall ausgelöst hatte?“

P: „Ja, denn als ich das in mir erkannt hatte und mich tief in mir für mich selbst und dass ich mehr mit mir selbst kommunizieren wollte, entschieden hatte, konnte ich kurze Zeit später wieder sprechen. Die Ärzte waren völlig baff, denn dies war eigentlich medizinisch unmöglich… Langsam aber sicher kam meine äußere Sprache zu mir zurück. Und dennoch war ich nicht mehr dieselbe Person.

Dieses Ereignis war wie eine Initiation. Eine Initiation in meine Achtsamkeit. In meine Selbstliebe. Und in meine Freiheit.

Es war eine Initiation in einen völlig neuen Raum. Es war meine Initiation in die Selbstheilungskräfte und in die der Heilung an sich.

Angekommen. Ruhe. Präsenz.
Vollständiges Glauben an Heil-werden.
Keine Unruhe mehr.

Selbst von dem Gerinsel und der Narbe, die im Anschluss in meinem Sprachzentrum festgestellt wurde, ist heute nichts mehr übrig. Medizinisch ist das eigentlich auch nicht möglich, aber im Fluss der Selbstheilungskräfte und meiner eigenen Liebe haben sich alle Spuren vollständig aufgelöst.“

Weiter berichtet Padmaya, dass sie vor allem eins seit diesem einschneidenden Moment ganz tief in sich verstanden und verankert hat:

Jede Krankheit ist ein Zeichen, das es zu verstehen gilt. Ist die Botschaft dahinter erkannt, kann Heilung geschehen.“

Sie erzählt, dass sie seit diesem Erlebnis daran glaubt, es vielmehr einfach weiß, dass man grundsätzlich alles heilen kann.

P: „Heute kommen viele Menschen zu mir, um sich zu verstehen.

Sowohl für mich selbst als auch für meine Klienten schaue ich mir genau an: Was zeigt sich in mir? Was will es mir sagen? Bis ich die Essenz verstehe, was mir mein Wesen sagen will. Bis ich verstehe, was mir das Wesen des anderen sagen will.

Padmaya_BaumÜber die Kommunikation mit der Seele wird es leicht für mich. Ich nehme wahr von Herz zu Herz, bin Vermittler für Botschaften der Seele, bin Vermittler auch für Sterbende, für Menschen, die nicht mehr sprechen können.

Ich stelle Berührung her, Verbindung, die Verstehen ermöglicht.

Denn hat man sich erkannt, kann Heilung geschehen.

Besonders freut mich, dass ich mein Wissen über die eigene Wahrnehmung, Heilung und die innere Kommunikation mit der Seele nun bald neben der Einzelarbeit auch mit vielen Menschen in Gruppen teilen darf, denn es ist ein Seminar genau dazu entstanden…“

I: „Vielen Dank für den bereichernden und berührenden Einblick in deinen Weg und deine Geschichte!“

Mehr über Padmaya findest du außerdem auf  Facebook, www.insha.ch

Zentrum für Heilung
Padmaya Lobascio
Zentralstrasse 2a
CH-8610 Uster

E-Mail: info@padmaya.ch
Tel. +41 (0)76 4222002
 

Offenheit als Heilungsprinzip

Gentle Healing WordsOffenheit als Heilungsprinzip. Oder warum Offenheit die Grundlage für Heilung ist.

Als ich mich selbst vor vielen Jahren auf meinen Weg der Heilung begeben habe – freilich zunächst erst einmal unbewusst, der Sehnsucht meines Herzens folgend – sind mir verschiedene Heiler begegnet.

Das, was mich am meisten berührte, und was, im Nachhinein betrachtet, am meisten Heilung ermöglichte, war die Offenheit, mit der sie mir begegneten. Eine Offenheit, das zu sehen, was wirklich ist. Die Offenheit, das zu sehen, was wirklich gesehen werden will.

Bewertungsfreiheit als Grundlage zur Heilung

Hatte ich bislang viele Erfahrungen gemacht, in denen ich aufgrund verschiedener Aspekte als „unheilbar krank“, „chronisch krank“ gesehen und „,mit einer unberechenbaren Krankheit“, also extremer Gefahr im Raum stets sehr vorsichtig behandelt wurde, war alleine der Raum, der mir von Heilern in der Begegnung entgegen gebracht wurde, schon Heilung pur für mich.

Ich wurde zunächst einmal gesehen als Mensch, als Frau, als die, die ich bin.

Wenn ich meine Geschichte erzählte, dann in einem Raum der Freiheit und Offenheit, in einem Raum der Heilung, den der jeweilige Heiler alleine durch seine Anwesenheit und Präsenz schon öffnete und bereitstellte.

In dieser Offenheit fand immer Bewegung in mir statt. Bewegung hin zur Öffnung, zum Zulassen dessen, was sich in mir bewegte. Bewegung hinein ins Vertrauen. Ins Loslassen, ins Fließen. Es konnte Bewegung stattfinden dadurch, dass es keinen vorgefertigten Weg und kein absolutes „Nein, das geht nicht“ gab.

Frei und offen in eine Begegnung zu gehen gibt Raum für Heilung, wer auch immer mit welchem Problem auch immer kommt.

Auch die Freiheit und Offenheit in Bezug auf die Lösung „des Problems“ im Gegensatz zu einer beschränkten Sicht „dafür gibt es keine Heilung“, „sehr unwahrscheinlich, dass sie jemals wieder ohne Medikamente auskommen“… ermöglichte Leben. Ermöglichte Bewusstsein. Raum für Heilung. Und Bewegung.

Diese Freiheit und Offenheit – „ohne Begrenzung“ der Möglichkeiten und Wege – erlaubte Begegnung. Und ein Erkennen, worum es wirklich geht.

Bewertungsfreie Offenheit ermöglicht Offenheit für Liebe

Die Offenheit, die ein Heiler dir entgegenbringt, ermöglicht Offenheit in dir selbst.

In diesem freien Raum – ohne Druck, ohne die Lösung endlich finden zu wollen – in diesem Raum, getragen und geführt vom Vertrauen des Heilers, dass Heilung möglich ist, hier kann Heilung geschehen.

Soulmate interactionFür mich war und ist mein Weg der Heilung keine Einzelsitzung. Und das ist es für viele andere auch nicht, die vielleicht schon seit Jahren somatisierte Themen mit sich herumtragen. Konflikte, die sich als Krankheiten im System manifestiert haben.

Doch eines war für mich nach jeder Heilsitzung klar spürbar: Ich bin auf dem richtigen Weg. Auf dem Weg zu mir selbst. Auf dem Weg immer tiefer in meiner Liebe anzukommen. Auf dem Weg, mich selbst so sehr zu lieben, wie der Heiler und der liebe Gott es tun.

Liebe lässt Heilung geschehen

In diesen Momenten der Offenheit zwischen Heiler, Klient und Gott – hier fließt Liebe. Hier entsteht Verbindung. Du erkennst dich als Teil des Ganzen und erfährst dich selbst als ganz. Hier ist, wo Heilung geschieht.

In diesen Momenten der Offenheit kann die Geschichte sich zeigen, sich entschlüsseln und so kann mit Hilfe der liebenden Augen des Heilers und dem offenen Herzen des Klienten Liebe geweckt werden, Liebe wieder Einzug halten im System.

Das ist für mich das Prinzip der Heilung.

Ich wünsche allen Menschen aus tiefstem Herzen, dass ihnen auf ihrem Weg Heiler begegnen, die Offenheit und Liebe verkörpern. Die dir mit offenem Herzen begegnen, und die einen Raum erschaffen, in dem Heilung möglich ist.

Wenn du auf der Suche nach einem Heiler bist, der dir mit Offenheit und Liebe begegnet, und der dir diesen Weg der Heilung ermöglichen kann, dann öffne dich zuerst in deinem Herzen dafür. Öffne dich in deinem Herzen dafür, dass dir Heilung geschieht. Dass dein offenes Herz den richtigen Heiler anzieht, auswählt oder ihr euch einfach in der Offenheit eurer Herzen begegnen könnt.

Und dann lass dich in deine grenzenlose Liebe für dich selbst führen.

Om namah shivaya

„Sich heute als Heiler / Spiri zu outen fühlt sich genauso an, wie sich vor 20 Jahren als Schwuler zu outen…“

Das hört sich extrem an – doch: Was ist an dieser Aussage wirklich dran? Und: Warum ist es so?

Vor ein paar Tagen wurde dieser Satz eines Managers einer Verlagsgruppe an mich herangetragen und berührt, wie ich finde, ein großes Thema unter Heilern und in der aktuellen Zeit.

Warum löst der Beruf des Heilers, bzw. das „Spiri“-Sein – manchmal Schmunzeln aus? Warum hat man als Heiler solche Hemmungen, sich als der/ die, die man ist, zu outen und das Heiler-Sein als vollwertigen Beruf anzuerkennen?

Suggestions bad and goodIch kenne es aus eigener Erfahrung – als ich mich als Heilerin outete, fühlte es sich an, als würde ich im Feuer stehen…

Viele Menschen begegneten mir mit Skepsis, auch mit Nichternstnehmen.

Andere hingegen suchten bald Rat, Unterstützung und Hilfe.

Wie kommt es, dass es bei diesem Thema so große Unterschiede bei den Reaktionen und Menschen gibt?

Auf der einen Seite ist es natürlich so, dass das Heiler-Sein gesellschaftlich und rechtlich noch etwas unbekannt ist (siehe Artikel  Heiler – Berufung wird zum Beruf). Das prägt in den Köpfen und Gefühlswelten der meisten Menschen die „Realität“ und gilt als Maßstab, so dass es faktisch und gefühlsmäßig nicht leicht ist, sich daneben als real und wertvoll zu positionieren und sich nicht als fremdartig oder ähnliches abstempeln zu lassen.

Auf der anderen Seite leben wir aktuell in einer Zeit, in der die Sehnsucht vieler Menschen nach „mehr“, nach „Ganzsein“, nach „sich selbst ganz leben und einbringen“ immer stärker wird und damit auch die Öffnung für Spiritualität und Heilung.

Ich kann dazu nur von meinem eigenen Weg erzählen, wie ich Skepsis und Misstrauen überwand und mich gewissermaßen in mir selbst von den Vorurteilen befreite…

Über eine eigene schwere chronische Krankheit hatte mich mein Weg vor zehn Jahren zu einem geistigen Heiler geführt und ich habe vieles angenommen und auch vieles in Frage gestellt. Vor allem, weil ich nicht immer und sofort alle meine Symptome losgeworden bin. Ich hatte Ängste und Zweifel und doch bin ich immer wieder zu dem Schluss gekommen, dass ich mit den geistigen Heilmethoden weiterkomme als bislang. Dass ich glücklicher geworden bin, seit ich zum Heiler gegangen bin. Und trotzdem wollte ich es noch tiefer verstehen.

Für mich persönlich war es wichtig – vor allem, um mich nach meiner eigenen Heilerausbildung selbst Heilerin zu nennen –, den Begriff des Heilers und des Heilens zu durchdringen. Ich fragte mich immer wieder:

Was bedeutet für mich Heilung und Heiler-Sein?

Gentle Healing WordsLange Zeit war Heilung für mich gleichgesetzt mit der Heilung von Symptomen, also dem Gesundwerden bzw. Gesundsein. Irgendwann stellte ich jedoch fest, dass es für mich noch um etwas ganz anderes geht bei Heilung – nämlich darum, mich Ganz zu fühlen. Ganz da zu sein, mit allem, was ich bin. Mich zu leben, in meinem Potential, mit allem, was ich mitbringe – und da treten die ein oder anderen körperlichen „Symptömchen“ dann galant in den Hintergrund.

Heute bin ich gesund und ins Reine gekommen mit dem Heiler-Sein. Ich habe sozusagen selbst erfahren, dass es neben der körperlichen Heilung eine weitaus größere Dimension gibt, die ein Heiler in einem berühren kann und darum geht es für mich bei Heilung. Es geht um die Berührung mit dem eigenen Sein. Und um das Erkennen des eigenen Weges. Und das kann ich guten Gewissens weitergeben.

Je mehr ich wirklich tief in mir und in meinem eigenen Heil- und Heiler-Sein angekommen bin, desto leichter fiel es mir, mich Heilerin zu nennen.

Ich bin also einen Weg der tiefen und gründlichen Auseinandersetzung gegangen. Ich habe „Heilung“, und mich und auch andere als Heiler geprüft, meine Prüfung bestanden und mir dadurch meinen eigenen Weg als Heiler geebnet.

Mittlerweile arbeite ich selbst seit vielen Jahren als Heilerin und spirituelle Lehrerin und erkenne für mich, dass sich die Spiritualität komplett mit meinem Alltagsleben verbunden hat. Ich mache keinen Unterschied mehr. Kommunikation aus dem Herzen und meiner Liebe ist für mich im Arbeitsamt oder bei der Bank genauso relevant wie im Kontakt mit einem Klienten oder der Dame an der Kasse bei Aldi. Zum Meditieren muss ich nicht in den Ashram fahren, sondern kann es in der Straßenbahn tun, oder eine halbe Stunde am Tag an meinem Altar zuhause. Mein Leben findet heute einfach in einem größeren Kontext statt. Ich habe meine Sicht „erweitert“. Und das kann ich jetzt denen weitergeben, die mir mit Skepsis und Unverständnis begegnen, weil sie einen anderen Weg gegangen sind.

Im Kontakt mit Klienten oder interessierten Menschen beantworte ich alle Fragen. Ich weiß, dass ich nichts tue, was nicht einer Gesetzmäßigkeit folgt und von mir nicht auch kommuniziert werden kann. Ich stelle mich der Skepsis, biete Menschen Erläuterungen für meine Handlungen und erzähle ihnen offen von meiner Sicht auf den Menschen, die Welt und innere und äußere Zusammenhänge.

Und ich glaube, dass genau das der Weg der Heilung für „das Outen“ ist. Er geht über das Verstehen. Sich selbst und den anderen. Es geht darum, sich selbst und einander anzunehmen. Ängste abzubauen, die Perspektiven zu erweitern und dadurch die Welten zu verbinden.

Wenn ich sicher bin, wer und was ich bin, und was ich kann, dann kann ich eine Brücke bauen zwischen „den anderen“ und mir, weil ich die Welt der Heilung und des Heiler-Seins als Realität erlebe und „verstehe“.

Deshalb habe ich heute auch diesen Artikel geschrieben. Weil es mir am Herzen liegt, das Tabu um das Heiler-Sein aufzuheben und eine solche Brücke zu bauen zwischen zwei Welten. Eine Brücke des Verstehens und der Liebe.

Was sind deine Erfahrungen zum Thema „Outen“ als Heiler? Was brauchst du von einem Heiler, um deine Vorbehalte loszulassen?

Wenn du magst, teile deine Antworten mit uns in den Kommentaren!