Kategorie-Archiv: Menschen erzählen

Erwartung und Gegenwart

Dandelion To Sunset - Freedom to WishWer Erwartungen hat, muss warten“ hat meine Freundin Isabella immer gesagt. Das kommt von Baba und sie hatte viele Gelegenheiten, mich daran zu erinnern. Ich dachte: ja, warten, das stimmt, das kenne ich. Vielleicht wäre es leichter, nicht(s) zu (er)warten.

 

Irgendwann begann ich sie zu sehen, die Er–Wartung. Ein schmieriger Film auf dem Jetzt, eine hartnäckige Schliere, wo klare Sicht sein könnte. Sie bindet doppelt: In dem Moment, in dem wir Erwartung erschaffen (Vertrauen) und in dem Moment, in dem Erwartung eintrifft oder ent-täuscht wird (Lebendigkeit und Freude). Sie neigt dazu, immer wieder die gleichen Erfahrungen zu produzieren, sie kennt es nicht anders. Der individuelle Fluß des Moments ist nicht frei, wir haben in der Vergangenheit eine Verabredung mit einer Voraussetzung getroffen, die uns mit großer Wahrscheinlichkeit versetzen wird.

Das einzige Heilmittel ist die Liebe, jetzt. Die Gegenwart kommt nie zu spät. Dort im offenem Herzen liegt der Zugang zu allen Wegen, allen Wundern. Nur so können wir uns auspacken, offenbaren, mit allem Potenzial, mit aller Anziehungskraft, mit aller Wahrhaftigkeit. Keine faulen Kompromisse, kein vertagtes Glücklichsein. Dann bleibt keine Zeit, Erwartungen zu konstruieren  – wir sind beschäftigt mit dem Echten. Wir müssen uns nicht mehr sorgen. Wir erfahren, dass für uns gesorgt ist.

Gentle Colors of Sunrise SkyJetzt ist eine gute Zeit, sich für das Jetzt zu entscheiden. Das trifft immer zu, und gleichzeitig mehr denn je. Unsere Erlösung liegt nicht mehr in der Auflösung von Vergangenheit, sondern in der Schöpfung von Jetzt und Jetzt und mehr Jetzt. Wir schreiben die Regeln neu, dabei können wir uns nicht auf das Gestern verlassen. Wir haben keine Zeit, das Morgen zu erwarten. Es ist die Entscheidung, den Pakt mit uns selbst zu erneuern, und stetig an unserer eigenen Seite zu stehen. Nichts mehr binden zu wollen, das nicht zu uns fließt. Eine Offenbarung für alle Beziehungen. Vor allem die zu uns selbst. Glück kommt aus mir, jetzt. Alles, was ich dafür brauche, ist Gegenwart. Vor allem meine eigene.

Danke, Isabella. Danke, Baba.

Erinnerung

Erinnerung heißt verstehen, heißt ganz werden.

bookER – wie in erklären, erarbeiten, erfinden – steht für den Weg, für etwas, dass wir uns aktiv erschließen. Bei der Er-INNER-ung ist es der Weg nach Innen. Das Innen, das Wissen, ist da. Ich muss bloß hingehen, hineingehen, meine Augen öffnen, hinsehen.

Einfach so? Erinnerung hat ihre eigene Dynamik. Sie kommt manchmal plötzlich. Das hat etwas mit unserer Bereitschaft zu tun. Auf mindestens einer Ebene müssen wir offen sein für das, was kommen möchte. Deshalb kommt Erinnerung immer zum richtigen Zeitpunkt. Dann, wenn wir das, was sie uns offenbart, fassen können – wenn auch nicht immer bewusst.

Wie können wir uns erinnern? Indem wir weniger bewerten, begrenzen, beschließen. Dafür mehr beobachten, wahrnehmen, stehen lassen, integrieren. Das, was das Leben mir da zeigt, ist ein Stück von mir. Was macht das mit mir? Wie habe ich das gerufen? Hat sich das angekündigt, habe ich es gesehen, wann habe ich es eingeladen? Erinnern ist erforschen. Erforschen auf der Ebene, die hinter den Gedanken liegt. Und dann plötzlich loslassen, fallenlassen, alle Türen auf, alles willkommen heißen.

Nepaly BellsErinnerung hat viele Gesichter. Bilder, Farben, Emotionen, Worte, wenn wir neue Dinge lernen und uns dabei fühlen, wie ein Fisch im Wasser. Dieses ganz sichere Gefühl des Wissens, der Freude. Sie ist oft subtil, zart und trotzdem dürfen wir dem trauen, was wir sehen.

Es ist ein Jahr, in dem großes Potenzial für Erinnerung liegt. In dem wir klar sehen können, wenn wir sowohl die freudvollen, als auch die schmerzhaften Aspekte einladen, und beide feiern und beide ziehen lassen, so wie sie es verlangen.

Und das Jahr verlangt diese Erinnerung auch von uns. Die Zeitqualität stupst nicht mehr sanft, wir dürfen, wir sollen ganz hineingehen. Das bedeutet, noch mehr alte Begrenzungen aufzugeben, um die Fülle der Möglichkeiten, der Zusammenhänge, der Wunder zu sehen. Wir sind bereits mittendrin.

Vollständigkeit

Du bist vollständig.

Als ich darüber nachgedacht und nachgefühlt habe, womit ich das neue Jahr füllen möchte, bin ich über die Vollständigkeit gestolpert. Meine Vollständigkeit. Da war sie auf einmal. Und ich habe sie nie so gesehen, nie in ihrer einfachen Absolutheit.

Sie lief mir über den Weg, weil ich mich zwischen den Tagen nicht vollständig, sondern eher ein bißchen leer gefühlt habe. Im Nachsinnen und Lesen und nach Strohhalmen greifen tauchte sie plötzlich auf, die Vollständigkeit – und ein sofortiges Loslassen und Verstehen und eine Freude und Erinnerung in jeder Zelle.

Ach ja: Ich bin vollständig – in einem ständigen Zustand der Fülle.

DAS möchte ich im nächsten Jahr leben, mehr und mehr erinnern, daraus schöpfen. Meine Wünsche und Aufgaben für das neue Jahr – es geht hier nicht um Dinge, die mir fehlen, die ich mir hinzufügen möchte oder gar muss, um mich zusammenzusetzen.

„Everything in the universe is within you. Ask all from yourself. – Das ganze Universum ist in dir. Schöpfe alles aus dir.“ sagt ein Zitat von Rumi.

Vollständigkeit gibt Weite, gibt Raum für alle Aspekte und auch für scheinbare Widersprüche. Wenn wir darüber nachdenken, was wir (uns in) dem neuen Jahr geben wollen, dann können wir unbeschwert aus uns schöpfen. Bindungen lösen, selbstständiger, selbsterfüllter zu leben oder mit weniger Angst durch Erfahrungen zu gehen: Das Verständnis „Ich bin vollständig“ ist der Schlüssel. Sofort ist da Stärke.

Ich bin bereits GANZ. Ganz und gar.

Und alles, was mir zu tun bleibt, ist auszuwählen, welche meiner Aspekte ich neu oder mehr oder anders leben möchte. Fast wie ein Kind im Süßigkeitenladen.

Auch wenn wir schon mitten drin sind: Ich wünsche euch allen von Herzen ein gesegnetes 2016, voller Verbundenheit mit und Seligkeit über eure Vollständigkeit

Eltern und spirituelle Entwicklung

Es sind nicht nur die Kinder, die wachsen. Eltern wachsen auch.

Baum des LebensWie passen der eigene Weg und der Familienweg zusammen? Wie sind wir gute Eltern und dabei uns selbst treu? Wie gehen wir mit räumlicher Trennung und schlechtem Gewissen um? Um Fragen wie diese drehten sich für mich als Mutter eines vierjährigen Sohnes viele Gespräche – es sind Fragen, die die meisten Eltern bewegen, die sich neben dem Familienleben Raum für sich nehmen. Hier möchte ich von meinen persönlichen Erfahrungen dieses Jahr berichten – und von einem Gespräch mit Sita Kleinert, die in ihrem SitaMa Zentrum Seminare und Ausbildungen unter anderen zum Thema spirituelle Geburtsbegleitung und Kommunikation mit Kindern gibt.

Ich war dieses Jahr einige Wochen von zu Hause weg, getrennt von meinem vierjährigen Sohn, um Seminare zu besuchen und Seva-Dienst zu machen.

„Wie machst du denn das?“ „Haltet ihr das so lange ohne einander aus?“ „Und wer kümmert sich um deinen Sohn?“ Eine Mischung aus bewundernden und verwunderten Blicken habe ich als Reaktion bekommen, wenn ich von meinen Plänen erzählt habe. Und auch für mich selbst war es gar nicht so einfach, diesen Raum aufzumachen, diesen Zeit-Raum nur für mich.

Die ersten acht Tage, zum „Weg ins Licht“, bin ich mit schlechtem Gewissen aufgebrochen. Es fühlte sich falsch an, etwas zu tun, in dem mein Kind keinen Platz hat. Und doch fühlte es sich richtig an. Ich war so ausgefüllt, dass es keinen Raum gab, für Heimweh, oder dafür, meine Entscheidung in Frage zu stellen. Eine tolle Erfahrung von Unabhängigkeit; davon, wie Liebe und Dankbarkeit fließen, wenn wir Freiraum geben und bekommen. Ich kam verändert zurück nach Hause, mit jeder Menge Geschenken für das Familienleben im Gepäck – wenn mir das auch erst rückblickend richtig bewusst wurde.

Wie ist das eigentlich, wenn Eltern einen inneren Ruf spüren, der bedingt, dass das Familienleben ein wenig Platz machen muss? Zeiteinteilung und Betreuungsfrage sind ja schon ein Balanceakt und heikles Thema, wenn es ,nur‘ darum geht, dass wir arbeiten, um zu (über-)leben. Wenn wir uns aber nun aufmachen, und Zeit investieren, um glücklich und authentisch zu leben – dann liegt der (Selbst-)Vorwurf Egoismus oft nicht fern.

SCHULDGEFÜHLE BINDEN UND LASSEN ELTERN UND KINDER KEINEN RAUM, UM FREI ZU SEIN

Gleich das erste Thema, über das ich mit Sita gesprochen habe, sind Schuldgefühle.

„In dem Moment, wo der Wunsch ,es gut machen zu wollen‘ wichtigster Aspekt für meine Entscheidungen wird, bin ich eigentlich schon in der falschen Ausgangslage,“ erklärt Sita. „Ausbrechen, aus dem Rad von Erwartungen und Bildern über das Zusammenleben von Eltern und Kindern, kann ich, indem ich den Mut finde, meine Kräfte immer wieder bei mir zu sammeln. Nur so kann ich mich selber, meine Intuition spüren, ihr folgen und individuelle, für mich und meine Familie richtige Entscheidungen treffen. Wenn Eltern ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen, dann bedeutet das nicht ein weniger, sondern ein mehr an Liebe. Die Liebe dehnt sich aus – und Eltern können vorleben, was es bedeutet, glücklich zu sein. Nicht guter Stimmung, sondern glücklich – ein Gefühl, das durch Freiheit entsteht.“

FESTE STRUKTUREN ODER: WENN DER GÖTTLICHE FUNKE IM ALLTAG FEHLT

Alle Eltern kommen an den Punkt, sei es im Kleinen oder Großen, an dem sie die Verpflichtung fühlen, bestimmte Strukturen oder Verhaltensweisen zu leben, um es ,richtig‘ zu machen. Wir wollen unseren Kindern von Herzen Geborgenheit, Sicherheit, geregelte Abläufe, eine sorgenfreie Kindheit geben.

Ich bin dankbar, dass ich sowohl als Kind, als auch als Mutter erleben durfte, dass dieses scheinbar sichere Gerüst leer und grau sein kann, wenn darin die Dynamik, die Freude und die Authentizität fehlen – inzwischen würde ich sagen: wenn der göttliche Funke im Alltag fehlt.

Aber, wie ist denn das eigentlich mit den Strukturen – sowohl denen, die unseren Tagesablauf regeln, als auch denen, die unser Zusammenleben und unsere Be-Ziehung zueinander gestalten?

Sita hat es folgendermaßen zusammengefasst: „Wenn ich mich an meiner inneren Führung orientiere, kann ich Strukturen schaffen, die zu mir und meiner Familie passen. Handele ich im Sinne der Gesetzmäßigkeit (also entscheide ich frei von Emotionen und indem ich der Liebe folge), finden sich immer genau die Lösungen, die allen dienen.“

LOSLASSEN UND NAH SEIN, WIE PASST DAS ZUSAMMEN?

Eine erstaunliche Erfahrung für mich war, dass, als ich das vierte Mal in diesem Jahr in so großer Selbstverständlichkeit aufgebrochen bin, ohne Tam-Tam, ohne schlechtes Gewissen, mein Sohn die zweieinhalb Wochen mit echter Leichtigkeit gemeistert hat. Aber: nicht immer fügt sich alles reibungslos. Nicht immer geht es, oder, ich möchte mir hier erlauben zu sagen: nie geht es in dem unermesslichen Abenteuer, Kinder groß zu ziehen, ganz ohne Verletzungen von statten. Auch als Eltern sind wir menschlich, selbst in unserer größten Liebe, egal, wie sehr wir uns bemühen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Einen spirituellen Weg einzuschlagen, ändert daran nichts, aber es bringt uns näher zu uns selbst. Und damit auch denen näher, die wir lieben.

Wie geschieht das genau? Wie können wir unseren Kindern näher sein? Und wie bringen wir Führung und Freude in den Alltag?

Two Readers on a Park BenchSita hat mir dazu folgendes erzählt: „Wenn wir einen spirituellen Weg einschlagen, erfahren wir, dass wir alle Wesen sind, die mit ihren individuellen Aufgaben auf die Erde kommen. Wir lernen nicht nur, dass es wichtig ist, unserem eigenen Plan zu folgen, sondern erkennen auch, dass unsere Kinder von Anfang an vollständige Wesen sind, die ebenso ihren Weg verfolgen. Wir können beginnen, sie loszulassen, Ihnen zu vertrauen, sie ihrem Weg anzuvertrauen. Indem wir unseren Kindern Raum geben, ganz selbstverständlich ihrer Führung zu folgen – für die sie meist noch sehr empfänglich sind – leben wir das Bewusstsein ,Ich bin in Gott‘ vor. Wir kommunizieren auf einer anderen Ebene mit ihnen, der Inneren und erkennen sie nicht als unsere Kinder, sondern als die himmlischen Wesen, die sie sind.“

„Was für eine Mutter möchte ich sein?“, habe ich mich immer wieder gefragt, seitdem mein Sohn auf der Welt ist. Inzwischen habe ich die Antwort gefunden: eine glückliche! Und das bedeutet für mich: selbstverantwortlich, wahrhaftig, greifbar, ausgerichtet. Richtig auf den Punkt gebracht hat es für mich das folgende Zitat der amerikanischen Autorin Joice Maynard:

„Es sind nicht nur Kinder, die wachsen. Eltern wachsen auch. Und so, wie wir darüber wachen, was unsere Kinder mit ihrem Leben machen, beobachten sie uns dabei, wie wir leben. Ich kann meinen Kindern nicht sagen, dass sie nach der Sonne greifen sollen. Alles, was ich tun kann, ist meine Arme selbst nach ihr auszustrecken.“

Den Raum dafür, eigenverantwortlich Glück zu leben, können nur die Eltern öffnen, für sich selbst und ihre Kinder – indem sie vorleben, dass es erlaubt ist, seinem eigenen Weg zu folgen.

Der Weg ins Licht – ich folge dem Ruf

„Der Weg ins Licht“ war ein Begriff, der mich schon eine ganze Weile begleitete. Immer wieder hörte ich ihn in meinem Inneren und fragte mich, was dies wohl zu bedeuten hatte. Ich verband unbewusst damit eine Art „Einweihungsweg“ und eine Zuwendung zur lichtvollen Seite meines Wesens. Aber mehr Informationen dazu haben sich mir lange nicht offenbart. Nur eins war mir klar: was auch immer „der Weg ins Licht“ sein würde, wenn die Zeit reif dafür ist, würde ich ihn gehen.

Diese GewissheAgni Zeichen Feuerit wurde dann plötzlich vor knapp zwei Jahren noch einmal überprüft. Ich erfuhr, dass es diesen Weg tatsächlich gibt in Form eines Seminars in der Agni-Tradition. Bedingt durch meine Arbeit, die mich mit vielen spirituellen Menschen und Ideen bisher zusammengebracht hat, erfuhr ich von diesem „Einweihungsweg“. Mir war sofort klar, dass ich dort „mitmachen“ wollte, ohne genau zu wissen, worum es inhaltlich überhaupt ging. Im Grunde genommen war mir dies auch egal. Ich spürte, dass ich diesem Ruf einfach folgen musste. Doch noch musste ich ein wenig warten, denn ich nahm wahr, dass der Weg noch nicht sofort beschritten werden konnte. Ich musste erst noch den richtigen Ort, die richtigen Reisebegleiter und die richtige Zeit abwarten.

In diesem Sommer war es schließlich soweit: Ort, Zeit und Personen fügten sich zu einem unglaublich perfekten Ganzen zusammen. Ich bekam überraschend die Möglichkeit, den „Weg ins Licht“ bei Kalu Schreiber in Potsdam zu machen. Ich spürte sofort eine tiefe Resonanz zu allen Eckdaten und sagte ohne groß nachzudenken zu. Von da an lief im Hintergrund alles scheinbar von selbst ab, ohne, dass ich mich sehr um die Details kümmern musste. Es wirkte so als ob im vorhinein schon viele Wesen daran gewirkt hatten, dass ich genau dort und dann den Weg gehen konnte. Es war, als ob sich nun alles zusammenfügen würde, was die ganze Zeit nur lose als Puzzleteile vor mir lag.

Wenn ich heute, ein paar Wochen später, darauf schaue was sich vor, während und nach des „Weg ins Licht“ mir offenbart hat, kann ich nur staunen wie viele Wunder unser aller Leben doch bereit halten.

Schon die Hinfahrt nach PIMG_4391otsdam, immerhin ein paar hundert Kilometer von meinem Wohnort aus, gestaltete sich absolut spannend und lehrreich. Um ein wenig Geld zu sparen und während der langen Fahrt Unterhaltung zu haben, meldete ich mich bei der Mitfahrzentrale an. Unbewusst wählte ich gleichzeitig auch ein Motto für die Fahrt: ich möchte Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennenlernen und Vorurteile abbauen. So geschah es dann auch: eine ältere Frau aus dem Iran fuhr mit mir, um ihre Kinder in Berlin zu besuchen. Sie erklärte mir, warum ihre Heimat für sie immer noch Persien heißt und zeigte mir wie schön es ist, wenn eine Mutter ihre Kinder absolut liebevoll umsorgt. Ich spürte die Qualität der Mütterlichkeit in ihr. Eine junge Frau aus Thailand war erst kurze Zeit in Deutschland und sprach nur Englisch. Sie erklärte mir ihre Sicht auf Deutschland. Die Perspektive eines jungen Menschen auf uns als Gastland war unschätzbar wertvoll.

So kam ich schon bereichert durch interessante Erfahrungen in Potsdam Neufahrland an. Als ich im Garten meiner Gastgeberin stand und auf die herrlichen Blumen und den See direkt vor dem Gartentor blickte, ergriff mich ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit: ja, hier wollte ich sein, hier war genau der richtige Ort, um einen Moment zu verweilen. Ich fühlte mich ehrlich gesaIMG_4499gt wie im Paradies. Ein langes Gespräch mit meiner Gastgeberin vor meiner hübschen Wohnstätte für die Seminarwoche, eine Blockhütte direkt in ihrem Garten, stimmte mich auf die kommenden Tage ein. Wir tauschten uns über unsere Lebenseinstellungen aus und waren sofort auf einer Wellenlänge. Ihre klare Sicht auf die Dinge und ihr Pragmatismus gefielen mir. Wieder hatte ich etwas dazu gelernt: „Man muss es nicht so schwer nehmen, sondern das Leben so nehmen wie es eben kommt.“ Das wollte ich in Zukunft beherzigen.

So nahm ich mir vor, den Tag ganz im Jetzt zu genießen und erkundete ein wenig die Umgebung und nahm ein Bad im herrlichen angrenzenden See. Es war als ob an diesem Ort die Zeit stehen geblieben wäre und alles von mir abfiel was mich in letzter Zeit intensiv beschäftigt hätte. Ich war einfach nur ich und genoss die Natur, saß stundenlang auf einer Bank am See und habe am Abend dort die Abenddämmerung mit einem phantastischen Sonnenuntergang, den nur die Enten im See noch begleiteten, genossen. Einfach herrlich! Wieder überkam mich eine tiefe Dankbarkeit, zu dieser Zeit an diesem Ort zu sein. Ich fühlte, dass alles genau richtig war, so wie es jetzt gerade war.

Als am anderen Tag der „Weg ins Licht“ begann, hatte ich den denkbar kürzesten „Anfahrtsweg“. Ich brauchte nur zum Gartentor hinaus gehen, den herrlichen kleinen baumgesäumten Fußweg am Wasser entlang zu gehen und zum Gartentor unserer Gastgeberin wieder hinein zu gehen. Die liebe Suma, die uns ihr Haus so liebevoll für die kommende Woche zur Verfügung stellte, hatte sich dort ein wahres Paradies geschaffen. Mich erwartete ein wunderschön gestaltetes kleines Haus mit so vielen liebevollen Details. Überall waren kleine Figürchen, Altare, Farben und Stoffe zu bewundern. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus und fühlte: ja, hier will ich einen Moment verweilen.

Als ich auf die drei weiteren Seminarteilnehmer traf, stellte sich sehr schnell das Gefühl von Vertrautheit und von einem geschützten Raum ein. Ich wusste: hier kann ich mich öffnen und ganz ich selbst sein. Kalu und ihr „Assistent“ Aros sorgten dafür, dass wir uns alle wohl, geschützt und gesehen fühlten.

Es folgten intensive Tage in denen wir sehr viel über uns selbst erfuhren. Wir arbeiteten viel mit den Chakren, den wichtigen Energiezentren unseres Körpers, und an unserer (außersinnlichen) Wahrnehmung. Für mich war es eine Reise zu mir selbst und eine absolute Bestätigung meiner bisherigen „Arbeit“ und meiner Wahrnehmungen, denen ich bis dahin nie ganz getraut hatte. Viele Übungen und Sichtungen innerhalb des „Weg ins Lichts“ hatte ich so bereits schon mehrfach intuitiv selbst gemacht und erlebt. Doch habe ich diese lange Zeit für „Hirngespinste“ beziehungsweise für Einzelfälle oder Zufälle gehalten. Immer wenn ich intuitiv schon früher Menschen mit meinem eigenen Heilwerkzeug behandelt habe und sie danach Besserung verspürten, glaubte ich das weniger als die Klienten selbst. Ich ging oft über die gute Wirkung der Behandlung hinweg, weil mein Verstand hier nicht wirklich einen richtigen „Beweis“ oder Zusammenhang zu meiner Arbeit mit der Person sah.

So kämpfte ich schon jahrelang mit dem Phänomen, dass mein Verstand meine gute Intuition immer wieder versuchte runterzudrücken und für nichtig zu erklären. Ich fühlte mich in einem ständigen Zwiespalt, der mir sehr viel Energie raubte. Ein Teil von mir hatte die innere Gewissheit, dass das was ich da erlebte und geistig vor mir sah auf eine Art real ist, aber mein Verstand lies diese Erkenntnis nicht dauerhaft zu.

So schenkte ich also der Wirkung meiner Aussagen, Wahrnehmungen und Taten nicht wirklich die Aufmerksamkeit, die sie verdient gehabt hätten. Ich war auch viel zu sehr mit mir selbst und damit, dass innere Chaos zu sortieren, beschäftigt.

Doch in den Rauhnächten des vergangenen Jahres hatte ich beschlossen, mich in 2015 vor allem der Entwicklung der Herzqualität zu widmen. Ich wollte wieder mehr fühlen und es zulassen, dass mein Herz zu mir spricht. Ich wusste damals, dass dies eine richtige Aufgabe für mich sein würde, denn ich habe aus Angst und alter Enttäuschung heraus schon lange nicht mehr richtig auf mein Herz gehört und es wohl auch verschlossen. Gleichzeitig war mir klar, dass ich nur mit einem offenen Herzen meine Berufung als auch die Partnerschaft leben kann, die ich mir wünsche.

Noch während der Rauhnächte, als ich danach fragte, was ich tun kann, um mehr Herzqualität zu lebenIMG_4389, erhielt ich ein sehr stimmiges Bild: ich sah mein Herz weit offen und ein Strom an „negativer“ Energie lief auf es zu. Ich erschrak innerlich ein wenig was den nun passieren würde und war versucht, mein Herz zu verschließen. Doch dann vertraute ich aus einem Impuls heraus und sah, wie dieser Strom zwar durch mein Herz lief, aber nichts von all dem Negativen an ihm hängenblieb. Er ist einfach ohne jede Wirkung durch mein Herz geflossen. In diesem Moment begriff ich die Fähigkeit des Herzens, Dinge nicht anzunehmen, die uns vielleicht schaden könnten als auch im Fluss der Liebe zu bleiben und stets zentriert zu sein.

Dieses Bild erschien mir während des „Weg ins Licht“ in Potsdam immer wieder und mir war klar, dass ich, um das zu erfahren was ich in dieser Vision gesehen habe, genau auf dem richtigen Weg war. So spürte ich im Laufe des Seminars immer mehr die Kraft meines Herzens. Auch wenn in den ersten Tagen mein Verstand noch viele Fragen stellen musste und Dinge logisch verstehen wollte, spürte ich immer mehr, dass ich vertrauen und mich dem was ist hingeben kann. Je mehr ich dies tat, desto genauer und klarer wurden auch meine Wahrnehmungen in den Übungen. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich schließlich ein großes Stück weit die Kontrolle loslassen und es einfach geschehen lassen.

IMG_4399Ich spürte die Präsenz der Avatare, die das Seminar begleiteten, sehr stark. Besonders Jesus war mir mit seiner bedingungslosen Liebe sehr nah und unterstütze mich, diesen Weg des Herzens zu gehen. Denn das war der „Weg ins Licht“ für mich: ein Weg des Herzens. Eine Darstellung von Jesus, welche die Strahlen zeigt, die aus seinem Herz kommen, wurde mir wieder präsent. Es fühlte sich richtig an dort in diesem Moment zu sein und ich fühlte mich angenommen und geliebt.

Sicher kamen während des Seminares noch einige tiefe Muster zum Vorschein, die der Transformation bedurften, aber die meiste Zeit war es ein Getragensein in der Energie der Liebe, was auch von Kalu und Aros liebevoll unterstützt wurde, indem sie den Raum für uns hielten.

Die vielen Übungen und Wahrnehmungsmethoden führten schließlich dazu, dass ich immer mehr mir selbst vertraute und auch erkannte, dass alles was ich bisher wahrgenommen hatte bevor ich den „Weg ins Licht“ antrat, ebenso richtig war. So gewann ich mehr Vertrauen in mein Sein und fühlte mich bestätigt in meinem bisherigen Tun.

Am meisten beeindruckt unIMG_4469d nachhaltig geprägt hat mich das Christus-Feuer in Kalus Seminarzentrum direkt in Berlin. Es ging für mich eine so starke Kraft der Liebe und der Wandlung von dem Feuer aus, dass ich nachhaltig davon berührt bin. Auch die Einweihung in die Herzensmeditation war für mich ein weiterer Schlüssel auf meinem Weg, die Kraft des Herzens in die Welt zu tragen.

Den Abschluss fanden diese außergewöhnlichen und bewusstseinsverändernden Tage mit der Mitteilung meiner Lebensaufgabe durch Kalu. Hier an dieser Stelle wurde plötzlich alles rund was bisher noch für mich chaotisch und verstreut vor mir lag. Die Puzzleteile fügten sich zusammen und alles rastete am richtigen Ort ein. Ich war ganz. Die Aufgabe war etwas, was für mich nicht neu war, aber eine absolute Bestätigung meines bisherigen Gefühls diesbezüglich, dem ich vorher nie so ganz traute. Nun tat ich es und beschloss, diese Aufgabe wie Maria zunächst in meinem Herzen zu bewegen und zu hüten bis es an der Zeit ist, ihr bewusst nachzugehen.

Ich bin absolut dankbar für diese außergewöhnliche Erfahrung und für alle, die daran beteiligt waren. Im Nachhinein fügte sich noch das letzte Steinchen der Richtigkeit all dem dazu. Ich kehrte am 31. Juli wieder nach Hause zurück, dem Tag des blauen Mondes, der ein magisches Symbol ist für die harmonische Vereinigung von männlicher und weiblicher Energie ist, und an den wir in diesen Tagen unsere Wünsche, Pläne, Träume und Hoffnungen richten können. Dies hatte ich indirekt die ganzen Tage zuvor schon getan. Ich hätte mir keine bessere Vorbereitung auf dieses besondere Natur-Ereignis denken können.

Nun lasse ich die Erlebnisse während des „Wegs ins Licht“ weiter in meinem Herzen wirken und bin mehr als gespannIMG_4398t was nun daraus für eine zarte Pflanze entsteht. Ich spüre das Wachsen ganz tief in meinem Inneren und freue mich darauf, dass eine neue Knospe aufgehen wird und ihre Blüte in voller Pracht zeigt. In bin gespannt wie diese Blüte aussehen wird und welche Botschaft sie für mich bereithält.

Danke an alle, die diese Erfahrung möglich gemacht haben…
 
Info`s unter www.derweginslicht.de

Die heilende Kraft der Leichtigkeit

field of dandelion in sunset - bokeh and allergy

 

 

 

 

 

Bei mir Zuhause hieß es immer: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Es war sehr wichtig, immer möglichst viel getan zu haben, sich Dinge auch wirklich verdient zu haben und hart für sein Leben zu arbeiten.

Spätestens als ich in der Arbeitswelt ankam, habe ich dieses falsche ,Mantra‘ voll gelebt. 60-Stunden-Wochen waren normal, genau wie der Gedanke, das ich Anerkennung nicht durch mein Da-Sein, meine guten Ideen oder mein freundliches Wesen verdient habe, sondern dass ich immer noch eine Schaufel drauflegen muss. Die wurde stets gerne genommen, und ich war schon mit 27, nach meinem Studium und den ersten drei Jahren im Beruf, richtig erfolgreich und richtig, richtig müde. Zum Glück habe ich die Reißleine gezogen, und gekündigt, ohne einen neuen Job zu haben. Das war mein erster kleiner Schritt ins Vertrauen, in die Unabhängigkeit und zu mir.

Der Glaube, sich alles Gute im Leben hart erarbeiten zu müssen, sitzt bei vielen von uns tief. Folgen wir der Angst, dem Karrieredruck und unseren materiellen Wünschen, bleiben wir schnell im Zustand des ständigen Mangels kleben – und haben keine Zeit mehr, einfach nur (zufrieden) zu SEIN.

Zu arbeiten, dass hieß für mich ganz lange nur Druck und Stress. Bei jedem größeren Projekt hat mein Körper Alarm geschlagen – manchmal schon, bevor ich überhaupt angefangen habe. Inzwischen bin ich selbständig und übe mich immer mehr darin, (in) Freude zu schaffen. Eine der wichtigsten Lektionen meines frühen Ausgebrannt-Seins war, dass die Trennung von Berufs- und Privatleben eine große Illusion ist. Wenn wir in dem einen Bereich nicht bei uns sind, nicht Loslassen und Vertrauen können, dann sind wir auch nach Feierabend nicht entspannt und bei uns selbst. Zum Glück ist nichts besser geeignet, als die Selbständigkeit, um die Gesetzmäßigkeiten der Leichtigkeit zu erforschen.

Selbst die größten Kämpfer unter uns kennen sie, die Magie, dass die richtigen Dinge passieren, wenn wir unangestrengt unseres Weges gehen.

Eigentlich ist es die Magie des Lebens selbst. Sie ,passiert‘ wenn wir ihr Raum geben, zu wirken. Wenn wir keine festen Pläne machen, wenn wir keine großen Erwartungen haben, wenn bereit sind, Ideen und Vorstellungen fallen lassen, um mit dem Fluss zu gehen. Dann geschehen, ganz ohne dass wir etwas erzwingen müssten, wahre Wunder. Beim Rotwein auf dem Balkon entsteht eine tolle Geschäftsidee, die to-do-Liste erledigt sich im wahrsten Sinne von Selbst oder wird einfach auf die Hälfte eingekürzt. Menschen, Angebote und Informationen kommen genau im richtigen Moment zu uns.

Erfüllung und ein gutes Auskommen finden wir, wenn wir mutig und geduldig genug sind, unserer Freude zu folgen und auf unser Herz zu hören – gerade im Business.

Dandelion on woman handIn unserer Zeit ist die Magie der Leichtigkeit zur großen Kunst, ja sogar Überlebenswichtig geworden. Wir haben so viele Entscheidungen zu treffen! In unserer großen Freiheit und mit der großen, weiten Welt zum jederzeit zum Greifen nah, haben wir viel zu selten beide Hände, den Kopf und das Herz frei, um das Leben mit seiner ganzen Kraft einfach durch uns hindurch und in unser Sein hinein strömen zu lassen. Um uns zu fokussieren, Prioritäten zu setzen, das zu genießen, und das zu erschaffen, was direkt vor uns steht. Doch genau so entsteht Heilung. Heilung von Vorstellungen, die nicht der Realität entsprechen. Heilung von Mühen, wenn das Leben uns neue Wege zeigt. Hier lassen wir uns vom Leben selbst leiten und lehren.

Die Magie der Leichtigkeit liegt darin, nicht zu denken, ich muss erst dies und das noch fertig machen und DANN kann ich …

Oft ist das DANN für die wirklichen wichtigen Dinge reserviert. Die Meditation, ein echter Austausch mit einem lieben Menschen, eine lange Nacht voller köstlichem Schlaf, die Herzensaufgabe oder das kreative Projekt, an das wir immer wieder denken. Um die heilende Kraft der Leichtigkeit einzuladen, hilft es manchmal, unsere Prioritäten auf den Kopf zu stellen: uns selbst wieder voran, die Liebe wieder an die erste Stelle der to-do-Liste. Und gleich dahinter das Vertrauen in das Werden, in das Sein – unser eigenes und das von jedem, der uns umgibt. Wer vertraut, muss nicht alles selbst tun, wer vertraut, darf ,Nein‘ sagen und anderen ihre Verantwortung zurück geben. Wer vertraut, kann sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen.

Leichtigkeit bedeutet für mich heute, meinem Herzen zu folgen. Zu erkennen, dass ich aus gutem Grund genau dort bin, wo ich gerade stehe und das alles zu meinem Besten geschieht. Und vor allem, das alles, was wirklich zu mir gehört, auch leicht zu mir kommen kann. Die Magie der Leichtigkeit liegt für mich darin, zu spüren, dass ich, wenn ich leicht bin, heil bin. Dass mein leichtes Sein anderen hilft, leicht zu sein.

Heilung ist möglich. Immer.

Padmaya_eyesAls ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal mit Padmaya, einer Heilpriesterin aus der Schweiz (Padmaya – Zentrum für Heilung), spreche, berührt mich ihre Geschichte und die Kraft, die sich aus ihrem Weg entfaltet hat, sehr. Gerne teile ich in diesem Beitrag einen kleinen Einblick in unser Interview.

Padmaya auf die Frage, wie sie auf den spirituellen Weg gefunden hat:

„Als ich vor vielen Jahren begann, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und mich auf die Suche nach Antworten und im Grunde genommen auf die Suche nach mir selbst machte, war es vor allem eine Frage, die mir auf dem Herzen brannte:

„Wieso steuern mich meine Emotionen so sehr?“

Ich hatte ein extrem starkes Gefühl für Ungerechtigkeiten. Und ich fand mich immer wieder in übertrieben extremen Reaktionsmustern wieder. Ich merkte für mich, dass mich meine Emotionen dazu brachten, nicht mehr ich selbst zu sein.

Ich wollte verstehen: „Warum bringen wir uns in Situationen, die uns selbst nicht guttun?“

Ich wollte mich selbst verstehen. Und auch andere.“

Neben der Ausbildung zur psychologischen Beraterin fand sie auch einen leichten Zugang zur Unterstützung aus der geistigen Welt.

Sie erzählte weiter:

„Eigentlich war diese Ebene und der Kontakt dazu schon immer da gewesen, doch mit der Zeit wurde es mir immer bewusster. So machte ich Wahrnehmungsschulungen und Weiterbildungen, beriet und unterstützte sehr bald Menschen auf ihrem eigenen Weg zu sich selbst.

Und wie so viele andere auch, gab ich dem Außen immer mehr Platz als mir selbst. Bis ich vor 3 Jahren einen Schlaganfall hatte.

Von einer Sekunde auf die andere konnte nicht mehr sprechen. Und auch nicht mehr schreiben.

Ich hätte Angst bekommen sollen, wie alle Menschen um mich herum. Doch ich spürte keine Angst, sondern bemerkte etwas ganz anderes als erwartet: Irgendwie war ich in mir in einem sehr klaren und sicheren Raum. Die Ärzte waren panisch. Meine Familie auch. Ich war mir sicher.

Und irgendwann zog ich mich dann in die Meditation zurück.“

I: Du hattest also schon Erfahrung mit Meditation?

P: „Ja, ich hatte damals schon einige Jahre Meditationserfahrung, wobei mir dieses Erlebnis verdeutlicht hat, dass auch beim Meditieren mein Fokus bislang zu wenig in mir selbst gelegen hatte. Heute steht für mich bei Meditation immer im Vordergrund das Eintauchen in mich selbst zu zelebrieren. D.h. ich nehme mir täglich ca. 10 – 15 Minuten, in denen ich mir wirklich bewusst Raum für mich nehme und in mein Inneres eintauche. Damals bekam ich nämlich in meiner Stille die klare Botschaft, dass ich die Kommunikation mit mir selbst und in mir drin noch mehr aufnehmen sollte, sonst würde ich nicht mehr sprechen.“

I: „Es war also ein „inneres Thema“, das den Schlaganfall ausgelöst hatte?“

P: „Ja, denn als ich das in mir erkannt hatte und mich tief in mir für mich selbst und dass ich mehr mit mir selbst kommunizieren wollte, entschieden hatte, konnte ich kurze Zeit später wieder sprechen. Die Ärzte waren völlig baff, denn dies war eigentlich medizinisch unmöglich… Langsam aber sicher kam meine äußere Sprache zu mir zurück. Und dennoch war ich nicht mehr dieselbe Person.

Dieses Ereignis war wie eine Initiation. Eine Initiation in meine Achtsamkeit. In meine Selbstliebe. Und in meine Freiheit.

Es war eine Initiation in einen völlig neuen Raum. Es war meine Initiation in die Selbstheilungskräfte und in die der Heilung an sich.

Angekommen. Ruhe. Präsenz.
Vollständiges Glauben an Heil-werden.
Keine Unruhe mehr.

Selbst von dem Gerinsel und der Narbe, die im Anschluss in meinem Sprachzentrum festgestellt wurde, ist heute nichts mehr übrig. Medizinisch ist das eigentlich auch nicht möglich, aber im Fluss der Selbstheilungskräfte und meiner eigenen Liebe haben sich alle Spuren vollständig aufgelöst.“

Weiter berichtet Padmaya, dass sie vor allem eins seit diesem einschneidenden Moment ganz tief in sich verstanden und verankert hat:

Jede Krankheit ist ein Zeichen, das es zu verstehen gilt. Ist die Botschaft dahinter erkannt, kann Heilung geschehen.“

Sie erzählt, dass sie seit diesem Erlebnis daran glaubt, es vielmehr einfach weiß, dass man grundsätzlich alles heilen kann.

P: „Heute kommen viele Menschen zu mir, um sich zu verstehen.

Sowohl für mich selbst als auch für meine Klienten schaue ich mir genau an: Was zeigt sich in mir? Was will es mir sagen? Bis ich die Essenz verstehe, was mir mein Wesen sagen will. Bis ich verstehe, was mir das Wesen des anderen sagen will.

Padmaya_BaumÜber die Kommunikation mit der Seele wird es leicht für mich. Ich nehme wahr von Herz zu Herz, bin Vermittler für Botschaften der Seele, bin Vermittler auch für Sterbende, für Menschen, die nicht mehr sprechen können.

Ich stelle Berührung her, Verbindung, die Verstehen ermöglicht.

Denn hat man sich erkannt, kann Heilung geschehen.

Besonders freut mich, dass ich mein Wissen über die eigene Wahrnehmung, Heilung und die innere Kommunikation mit der Seele nun bald neben der Einzelarbeit auch mit vielen Menschen in Gruppen teilen darf, denn es ist ein Seminar genau dazu entstanden…“

I: „Vielen Dank für den bereichernden und berührenden Einblick in deinen Weg und deine Geschichte!“

Mehr über Padmaya findest du außerdem auf  Facebook, www.insha.ch

Zentrum für Heilung
Padmaya Lobascio
Zentralstrasse 2a
CH-8610 Uster

E-Mail: info@padmaya.ch
Tel. +41 (0)76 4222002
 

An die eigenen Grenzen kommen und darüber hinaus


Ein Heilungsweg

Stimmung

Als ich vor zwei Jahren erkrankte, war zunächst unklar, was ich eigentlich hatte. Ich bekam Taubheitsgefühle am ganzen Körper, wachte nachts auf, spürte meine Gliedmaßen nicht mehr und hatte Fieberschübe. Nach einigen Wochen kamen neuralgische Schmerzen hinzu, unerträgliche Nervenentzündungen am ganzen Körper. Aufgrund der heftigen Symptome suchte ich in allen möglichen Richtungen Hilfe. War ich es bisher gewohnt, mich zuerst an einen Heilpraktiker oder Heiler zu wenden, ließ ich mich diesmal schnell auch schulmedizinisch behandeln. Da ich Wochen zuvor mehrere Zecken entfernt hatte, ging ich davon aus, dass es eine hierdurch übertragene Krankheit sein musste.

Permanentes Grippegefühl ohne Aussicht auf Besserung

Tatsächlich fand man nach einigen Wochen einen durch Zecken übertragenen Erreger im Blut. Besser wurde es jedoch trotz aller Behandlungen nicht und das ständige Grippegefühl mit heftigen Kopf- und Gliederschmerzen war so stark, dass ich das Haus monatelang kaum verlassen konnte und die meiste Zeit im Bett verbrachte. Die mich behandelnde Fachärztin offenbarte mir, dass es mehre Monate bis Jahre dauern könne. Dies wollte ich nicht glauben und fasste immer wieder neue Hoffnung, dass ich schnell wieder gesund sein würde.

Im Internet fand ich hilfreiche Hinweise auf alternative Methoden, die Heilung versprachen, jedoch auch eine Masse an persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlichen Berichten, die nicht gerade vielversprechend waren: Einmal krank, immer krank – selbst wenn man keine Symptome mehr habe, könne die Krankheit immer wieder ausbrechen. Jahrelange Odysseen bei Ärzten und durch Kliniken. Es beschlich mich Angst und mein bis hierhin gesunder Optimismus schwand. Ich hatte immer wieder mit einem Gefühl der Ausweglosigkeit zu kämpfen. Immer wieder fasste ich neuen Mut, wenn ich etwas ausprobierte, das andere geheilt hatte. Und immer wieder schien ich eines Besseren belehrt zu werden: Was bei anderen geholfen hatte, schien bei mir nicht zu funktionieren.

 Leiden – ein Wegweiser in andere Bewusstseinsebenen

Buddha.Eines nachts als ich im Bett saß – die Schmerzen im Kopf waren so stark, dass ich meinen Kopf nicht mehr ablegen konnte – hatte ich nur noch einen Wunsch: Dass das Leiden ein Ende findet, auch wenn die Schmerzen nicht nachließen. Jetzt verstand ich, warum das Hauptanliegen des Buddhismus ist, das Leiden zu beenden. Mir wurde jedoch auch klar, dass Leiden nicht bedeuten muss, körperliche oder seelische Schmerzen zu haben. Dass man auch dann leiden kann, wenn man alles hat, was man meint haben zu müssen, um glücklich zu sein. Ich hatte noch nie so deutlich gespürt, was Leiden bedeutet.

Daraufhin und noch viele male in der Folgezeit wurde ich in andere Bewusstseinsebenen geführt. In ganz unterschiedlichen Situationen und auf ganz unterschiedliche Weise. Schmerzen hatten hier keine Bedeutung mehr. In dieser Nacht, als ich mich zum Meditieren hinsetzte und wusste, dass es möglich ist, nicht mehr zu leiden, egal in welcher Lebenssituation man sich gerade befindet. Ein anderes mal als ich aufhörte gegen das anzukämpfen, was mir am unerträglichsten schien – diesen Alptraum, der kein Ende nehmen wollte. Ich gab auf und öffnete mich vollständig allem was war. Und immer wieder war es der Wille, die Schwierigkeiten zu meistern und das Wissen, dass ich an allem, was mir im Leben begegnete wachsen würde. Dass es keine guten oder schlechten Begebenheiten im Leben gab. Dass alles menschliche Erfahrungen waren, die mich immer mehr zu dem führten, was mich eigentlich ausmacht.

Wie uns kollektive Gedanken über Krankheit beeinflussen können

Sicherlich gibt es für Krankheitsbilder und Krankheitsverläufe Erfahrungswerte. Und es war auch sicherlich kein Fehler, mir überall dort Hilfe zu holen, wo ich mir Hilfe versprach. Am Ende des Tages sah ich mich aber mit meinen Gedanken alleine. Gedanken, die mir Mut machten und mir halfen, Unerreichbares zu erreichen oder die mich ängstigten und Gefühle der Hoffnungslosigkeit hervorriefen. Beeinflusst wurden diese von der Mehrheit an Gedanken über diese Krankheit bzw. Krankheit im allgemeinen. Ob ich darüber nun gelesen hatte oder nicht, diese Vorstellungswelt war da. Und genau hier begann mein Heilungsweg:

Meine Gedanken zu hinterfragen. Ihnen an der Stelle keinen Glauben mehr zu schenken, an der sie mir nicht dienlich sind. Alles, was mich daran hindert ganz frei zu sein und ein Leben jenseits begrenzender Vorstellungen und Meinungen zu führen, anzuschauen und in Liebe anzunehmen. Zu wissen und zu erfahren, dass alles, was sich in meinem Körper ausdrückt, einen Ursprung in mir hat. Dass jedoch auch alle Heilungsebenen in mir vorhanden sind, auch wenn sie nicht immer alle unmittelbar erreichbar sind, es Zeit braucht, ein Prozess ist. Dass es manchmal einen Anstoß braucht, um diese Ebenen erreichen zu können. Und dass dabei jedem das am besten helfen kann, wovon er uneingeschränkt überzeugt ist, dass es hilft.

Bewusst ins Leben bringen, was glücklich macht

Noch nicht erzählt habe ich, dass es wenige Wochen nachdem alles anfing und als zunächst nichts gefunden werden konnte, eine kurze Zeit gab, in der ich weitgehend symptomfrei war. Zu dieser Zeit lebte ich in dem Glauben, dass ich körperlich nichts hatte. Als meine Ärztin die Hände über dem Kopf zusammenschlug ob der hohen Erregerlast, die sich dann im Blut zeigte, kamen die Schmerzen zurück.

Man kann sagen, dass das Zufall war oder es darauf zurückführen, dass die Krankheit gewöhnlich in Schüben auftritt. Für mich war es die Erfahrung dessen, was ich vorher zumindest theoretisch bereits wusste: Dass wir Einfluss auf alles ausüben, was sich in unserem Leben zeigt. Bewusst oder unbewusst. Und dass jetzt die Zeit gekommen ist, wieder ganz frei zu sein und bewusst ins Leben zu bringen, was glücklich macht und Erfüllung bringt…

(Name dem Vorstand bekannt)

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Offenheit als Heilungsprinzip

Gentle Healing WordsOffenheit als Heilungsprinzip. Oder warum Offenheit die Grundlage für Heilung ist.

Als ich mich selbst vor vielen Jahren auf meinen Weg der Heilung begeben habe – freilich zunächst erst einmal unbewusst, der Sehnsucht meines Herzens folgend – sind mir verschiedene Heiler begegnet.

Das, was mich am meisten berührte, und was, im Nachhinein betrachtet, am meisten Heilung ermöglichte, war die Offenheit, mit der sie mir begegneten. Eine Offenheit, das zu sehen, was wirklich ist. Die Offenheit, das zu sehen, was wirklich gesehen werden will.

Bewertungsfreiheit als Grundlage zur Heilung

Hatte ich bislang viele Erfahrungen gemacht, in denen ich aufgrund verschiedener Aspekte als „unheilbar krank“, „chronisch krank“ gesehen und „,mit einer unberechenbaren Krankheit“, also extremer Gefahr im Raum stets sehr vorsichtig behandelt wurde, war alleine der Raum, der mir von Heilern in der Begegnung entgegen gebracht wurde, schon Heilung pur für mich.

Ich wurde zunächst einmal gesehen als Mensch, als Frau, als die, die ich bin.

Wenn ich meine Geschichte erzählte, dann in einem Raum der Freiheit und Offenheit, in einem Raum der Heilung, den der jeweilige Heiler alleine durch seine Anwesenheit und Präsenz schon öffnete und bereitstellte.

In dieser Offenheit fand immer Bewegung in mir statt. Bewegung hin zur Öffnung, zum Zulassen dessen, was sich in mir bewegte. Bewegung hinein ins Vertrauen. Ins Loslassen, ins Fließen. Es konnte Bewegung stattfinden dadurch, dass es keinen vorgefertigten Weg und kein absolutes „Nein, das geht nicht“ gab.

Frei und offen in eine Begegnung zu gehen gibt Raum für Heilung, wer auch immer mit welchem Problem auch immer kommt.

Auch die Freiheit und Offenheit in Bezug auf die Lösung „des Problems“ im Gegensatz zu einer beschränkten Sicht „dafür gibt es keine Heilung“, „sehr unwahrscheinlich, dass sie jemals wieder ohne Medikamente auskommen“… ermöglichte Leben. Ermöglichte Bewusstsein. Raum für Heilung. Und Bewegung.

Diese Freiheit und Offenheit – „ohne Begrenzung“ der Möglichkeiten und Wege – erlaubte Begegnung. Und ein Erkennen, worum es wirklich geht.

Bewertungsfreie Offenheit ermöglicht Offenheit für Liebe

Die Offenheit, die ein Heiler dir entgegenbringt, ermöglicht Offenheit in dir selbst.

In diesem freien Raum – ohne Druck, ohne die Lösung endlich finden zu wollen – in diesem Raum, getragen und geführt vom Vertrauen des Heilers, dass Heilung möglich ist, hier kann Heilung geschehen.

Soulmate interactionFür mich war und ist mein Weg der Heilung keine Einzelsitzung. Und das ist es für viele andere auch nicht, die vielleicht schon seit Jahren somatisierte Themen mit sich herumtragen. Konflikte, die sich als Krankheiten im System manifestiert haben.

Doch eines war für mich nach jeder Heilsitzung klar spürbar: Ich bin auf dem richtigen Weg. Auf dem Weg zu mir selbst. Auf dem Weg immer tiefer in meiner Liebe anzukommen. Auf dem Weg, mich selbst so sehr zu lieben, wie der Heiler und der liebe Gott es tun.

Liebe lässt Heilung geschehen

In diesen Momenten der Offenheit zwischen Heiler, Klient und Gott – hier fließt Liebe. Hier entsteht Verbindung. Du erkennst dich als Teil des Ganzen und erfährst dich selbst als ganz. Hier ist, wo Heilung geschieht.

In diesen Momenten der Offenheit kann die Geschichte sich zeigen, sich entschlüsseln und so kann mit Hilfe der liebenden Augen des Heilers und dem offenen Herzen des Klienten Liebe geweckt werden, Liebe wieder Einzug halten im System.

Das ist für mich das Prinzip der Heilung.

Ich wünsche allen Menschen aus tiefstem Herzen, dass ihnen auf ihrem Weg Heiler begegnen, die Offenheit und Liebe verkörpern. Die dir mit offenem Herzen begegnen, und die einen Raum erschaffen, in dem Heilung möglich ist.

Wenn du auf der Suche nach einem Heiler bist, der dir mit Offenheit und Liebe begegnet, und der dir diesen Weg der Heilung ermöglichen kann, dann öffne dich zuerst in deinem Herzen dafür. Öffne dich in deinem Herzen dafür, dass dir Heilung geschieht. Dass dein offenes Herz den richtigen Heiler anzieht, auswählt oder ihr euch einfach in der Offenheit eurer Herzen begegnen könnt.

Und dann lass dich in deine grenzenlose Liebe für dich selbst führen.

Om namah shivaya

Unsere Dunkelheit birgt unsere größten Schätze  

Inspiriert von dem schönen Artikel von Sonja über Licht und Dunkelheit vor ein paar Wochen möchte ich heute über Dunkelheit schreiben.

Diamond and CoalIch liebe die Dunkelheit! Erst glauben wir, sie sei das Schlimmste was es überhaupt gibt, ganz im Sinne von: „Ich kann alles lieben, aber das geht eindeutig zu weit“. Doch wenn man sich ihr wirklich hingibt, ohne den mahnenden Zeigefinger der vorab schon alles verurteilt, sondern sich ganz in ihre Tiefen versinkt, entdeckt man längst verloren geglaubte Qualitäten und Schätze.

Sie ist ein Teil von uns, den wir tief in uns weggesperrt haben, zu tief sitzt die Angst, dass wenn dieser Teil an die Oberfläche kommt, er vielleicht Schaden anrichten oder Schande über uns bringen könnte.

Ich möchte eine Geschichte mit Euch teilen.

Seit mehr als drei Jahren bin ich Mutter von einem tollem Sohn. Als ich Mutter wurde hatte ich viele Glaubenssätze in mir. Viele waren geprägt aus meiner eigenen Kindheit. Meine eigenen Verwundungen klangen noch in Sätzen in mir nach. Sätze, die ich selbst niemals meinem Kind sagen wollte. Vieles hatte ich mir geschworen, dass ich es anders machen würde. Ich wäre immer liebevoll, würde meinem Kind immer alles schön erklären, immer verständnisvoll, und somit in einem harmonischen Fluss mit meinem Kind sein. So hoffte ich und das hätte vielleicht mit einem anderen Kind wunderbar funktioniert, aber nicht so mit meinem Sohn. Im spirituellen Fachjargon würde man jetzt sagen er ist ein ganz schön grosses und starkes Wesen, im irdischen Sprachgebrauch sagt man, er weiß was er will und hat einen echten Dickkopf. 😉

Ich merkte also mit der Zeit, dass meine Ideen, immer alles lieb und nett zu erklären, für ihn nicht ausreichen. Notgedrungen wurde mir bewusst, dass er mit meiner Liebe gleichzeitig viel Klarheit und Stärke von mir braucht und fordert. Wenn ich aber selbst noch nicht durchdrungen von diesen Qualitäten bin, kann aus dem Wissen eine starre Strenge werden oder ein schwelender Ärger, der auszubrechen droht.

Wenn er also zum Beispiel am Flughafen während ich gerade die Pässe herauskruschtle mir unter den Absperrungen davon läuft, nicht auf mich hört und das noch lustig findet, dann hat mich das sehr hilflos gemacht. Aus der Hilflosigkeit wurde Wut. Und die wollte ich auf keinen Fall haben. Nein, denn wenn ich ein spiritueller Lehrer bin und Liebe mein Weg ist, dann sollte ich diese Wut nicht haben. In anderen Worten, ich wägte meine Wut als eine Schwäche. Und ihr kennt bestimmt eure eigenen Muster oder inneren Sätze, die euch dazu kommen.

Durch eine sehr tiefe Heilarbeit zu meiner eigenen Kindheit, habe ich entdeckt, dass jedoch genau in dieser Wut mein Schatz verborgen liegt. In ihr steckt ein unbändiges Feuer, eine mächtige Kraft, die von nichts beirrbar der Liebe dient, lebendig, wild, unbändig und lebensfroh. Und das ist die Kraft, die mein Sohn braucht und der er folgen kann. Mein Herz darf wild werden und meine Kraft machtvoll. Alles darf wieder seinen Platz in mir finden. Es ist Zeit die Grenzen meiner Hilflosigkeit zu verlassen und mich neu zu entdecken.

Und als Ergänzung: Wer jetzt glaubt ich würde meinen Sohn jetzt immer anschreien, dass Gegenteil ist der Fall. Seitdem ich mir erlaube auch mal laut und ungehalten zu werden, merke ich dass dieses „ungehalten sein“ im Alltag immer weniger wird. Denn der springende Punkt ist, ich lasse meine Kraft zu! Es entsteht ein neuer Respekt und eine neue Nähe unter uns, Ausgelassenheit und Freiheit.

Meine Wut hat mich nicht nur gerüttelt und aufgefordert mich mir neu zu öffnen, sondern sie selbst hat den Schatz in sich getragen. Wer weiss, vielleicht war sie ja sogar selber wütend, dass ich ihre Schönheit und Kraft so lange verkannt habe? 😉

Unsere Dunkelheit verliert ihren Schrecken und gibt ihren wohlgehüteten Schatz preis, wenn wir uns ihr liebevoll zuwenden. Dann wird sie ein Juwel unserer Seele, ein Teil unserer Göttlichkeit, der von ihr genährt ist und Göttlichkeit ausdrückt, egal in welcher Form. So kann Liebe die wärmende Umarmung, die heilenden Hände sein oder die unbändige Macht mit der Jesus die Tische der Händler im Tempel umwarf. Unsere Kraft wird gelebte Göttlichkeit.

Ich möchte Euch alle ermuntern, schreckt vor keiner, nicht einer einzigen eurer „Dunkelheiten“ zurück. Wenn die Zeit gekommen ist, könnt ihr in Liebe, vielleicht mit der Hilfe eines liebenden Heilers oder Lehrer, den Schatz bergen, den Eure Dunkelheit so lange für Euch gehütet hat.

Ein grosses Om Jay an Euch alle!