Erinnerung

Erinnerung heißt verstehen, heißt ganz werden.

bookER – wie in erklären, erarbeiten, erfinden – steht für den Weg, für etwas, dass wir uns aktiv erschließen. Bei der Er-INNER-ung ist es der Weg nach Innen. Das Innen, das Wissen, ist da. Ich muss bloß hingehen, hineingehen, meine Augen öffnen, hinsehen.

Einfach so? Erinnerung hat ihre eigene Dynamik. Sie kommt manchmal plötzlich. Das hat etwas mit unserer Bereitschaft zu tun. Auf mindestens einer Ebene müssen wir offen sein für das, was kommen möchte. Deshalb kommt Erinnerung immer zum richtigen Zeitpunkt. Dann, wenn wir das, was sie uns offenbart, fassen können – wenn auch nicht immer bewusst.

Wie können wir uns erinnern? Indem wir weniger bewerten, begrenzen, beschließen. Dafür mehr beobachten, wahrnehmen, stehen lassen, integrieren. Das, was das Leben mir da zeigt, ist ein Stück von mir. Was macht das mit mir? Wie habe ich das gerufen? Hat sich das angekündigt, habe ich es gesehen, wann habe ich es eingeladen? Erinnern ist erforschen. Erforschen auf der Ebene, die hinter den Gedanken liegt. Und dann plötzlich loslassen, fallenlassen, alle Türen auf, alles willkommen heißen.

Nepaly BellsErinnerung hat viele Gesichter. Bilder, Farben, Emotionen, Worte, wenn wir neue Dinge lernen und uns dabei fühlen, wie ein Fisch im Wasser. Dieses ganz sichere Gefühl des Wissens, der Freude. Sie ist oft subtil, zart und trotzdem dürfen wir dem trauen, was wir sehen.

Es ist ein Jahr, in dem großes Potenzial für Erinnerung liegt. In dem wir klar sehen können, wenn wir sowohl die freudvollen, als auch die schmerzhaften Aspekte einladen, und beide feiern und beide ziehen lassen, so wie sie es verlangen.

Und das Jahr verlangt diese Erinnerung auch von uns. Die Zeitqualität stupst nicht mehr sanft, wir dürfen, wir sollen ganz hineingehen. Das bedeutet, noch mehr alte Begrenzungen aufzugeben, um die Fülle der Möglichkeiten, der Zusammenhänge, der Wunder zu sehen. Wir sind bereits mittendrin.

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