Vollständigkeit

Du bist vollständig.

Als ich darüber nachgedacht und nachgefühlt habe, womit ich das neue Jahr füllen möchte, bin ich über die Vollständigkeit gestolpert. Meine Vollständigkeit. Da war sie auf einmal. Und ich habe sie nie so gesehen, nie in ihrer einfachen Absolutheit.

Sie lief mir über den Weg, weil ich mich zwischen den Tagen nicht vollständig, sondern eher ein bißchen leer gefühlt habe. Im Nachsinnen und Lesen und nach Strohhalmen greifen tauchte sie plötzlich auf, die Vollständigkeit – und ein sofortiges Loslassen und Verstehen und eine Freude und Erinnerung in jeder Zelle.

Ach ja: Ich bin vollständig – in einem ständigen Zustand der Fülle.

DAS möchte ich im nächsten Jahr leben, mehr und mehr erinnern, daraus schöpfen. Meine Wünsche und Aufgaben für das neue Jahr – es geht hier nicht um Dinge, die mir fehlen, die ich mir hinzufügen möchte oder gar muss, um mich zusammenzusetzen.

„Everything in the universe is within you. Ask all from yourself. – Das ganze Universum ist in dir. Schöpfe alles aus dir.“ sagt ein Zitat von Rumi.

Vollständigkeit gibt Weite, gibt Raum für alle Aspekte und auch für scheinbare Widersprüche. Wenn wir darüber nachdenken, was wir (uns in) dem neuen Jahr geben wollen, dann können wir unbeschwert aus uns schöpfen. Bindungen lösen, selbstständiger, selbsterfüllter zu leben oder mit weniger Angst durch Erfahrungen zu gehen: Das Verständnis „Ich bin vollständig“ ist der Schlüssel. Sofort ist da Stärke.

Ich bin bereits GANZ. Ganz und gar.

Und alles, was mir zu tun bleibt, ist auszuwählen, welche meiner Aspekte ich neu oder mehr oder anders leben möchte. Fast wie ein Kind im Süßigkeitenladen.

Auch wenn wir schon mitten drin sind: Ich wünsche euch allen von Herzen ein gesegnetes 2016, voller Verbundenheit mit und Seligkeit über eure Vollständigkeit

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